Diagramm 1: 21.Sc3 -d5!!

Diagramm 2: Der Rest ist Sache der (Endspiel-)technik - wenn man's kann!

Strenge RĂ¼ge in der Oberliga

von Wolfram Schneider, 26.02.2014

 

8. Runde am 23.02.2014


BvK Ffm 1 - SV Oberursel 1
:
1 Karabalis - Margolin, Boris   1 : 0
2 Holvason - Dubiel, Jacek   ½ : ½
3 Koch - Schlamp, Robert   ½ : ½
4 Wendel - Haubt, Georg   ½ : ½
5 Günther - Koller, Jens   0 : 1
6 Schwenkreis - Oparaugo, Thomas   1 : 0
7 Rüger - Nichols, Marc   0 : 1
8 Waffenschmidt - Thieme, Hans   0 : 1

Heute galt es gut zu machen wo wir alsweil Punkte verschenkt haben. Denn die 4 Punkte die bei uns zu Buche standen, reichen noch nicht mal, um dem Abstiegsgespenst eine Nase zu drehen, von den Prognosen des Ligaorakels ganz zu schweigen. Doch auch bei unserem Gegner ist es nicht lange her, als sie wie wir oben mitspielten und den Aufstieg im Visier hatten, und können mit mageren 6 Punkten nicht zufrieden sein.

Als erster schloß Jacek Frieden, obwohl er damit nicht zufrieden war, weil sein Gegner 200 Elo weniger hat. Aber viel mehr gab die Stellung nicht her. Nach mehr als 3 Stunden Spielzeit mußte Thomas Oparaugo dem Königsangriff seines Gegner Tribut zollen und die Uhr abstellen. Marc hatte Angriff und Jens einen Freibauern, wo man nicht wußte, ob er stark oder schwach ist. Ob das gut geht heute? Die Zeitnotphase war zu unseren Gunsten. Nachdem Georg seine Partie remisierte, überschritt Hans' Gegner die Zeit: Stand 2:2.

In Führung brachte uns die beste Partie des Tages. In der Paulsen-Variante des Sizilianers setzte Marc mit Weiß alles auf seinen Angriff. Sein Gegner, Erhard Rüger, saß in aller Ruhe gegenüber und tat teils lachend, teils feixend so, als würde alles eh nix nützen und der Gegner die Nerven verlieren. Ja so sans die alten Rittersleit. Doch nein, dieses Mal traf unser junger Basketballer den Korb. Mit diesem schönen Figurenopfer durchbrach er die Deckung und gelangte auf die Siegerstraße.

(Brett 7) Nichols,Marc - Rüger,Erhard [B48]
1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.Sc3 a6 4.d4 cxd4 5.Sxd4 Dc7 6.Ld3 Sf6 7.0–0 Sc6 8.Le3 Ld6 9.h3 0–0 10.Sxc6 dxc6
11.f4 e5 12.f5 b5 13.g4 Lb7 14.g5 Sd7 15.Dg4 Lc5 16.Lxc5 Sxc5 17.f6 Tad8 18.fxg7 Kxg7 19.Tf3 Dd7
20.Dh5 Se6 21.Sd5!!

Siehe erstes Diagramm

Doch ganz so einfach war es auch nicht. Schwarz konnte sich gegen den Mattangriff verteidigen um den Preis in einem schlechteren Endspiel zu landen.

cxd5 22.exd5 Th8 23.Dh6+ Kg8 24.dxe6 Dxe6 25.Dxe6 fxe6 26.Te3 Kg7 27.Txe5 Ld5 28.a4

Siehe zweites Diagramm

28… b4 29.Lxa6 h6 30.Tf1 Tdg8 31.Kh2 Tf8 32.gxh6+ Kxh6 33.Txf8 Txf8 34.Te2 Tf4 35.Ld3 b3 36.a5 Ta4 37.a6 Kg5 38.Kg3 bxc2 39.Txc2 Td4 40.Le2 Tb4 41.Lf3 Tb3 42.Tc3 Tb2 43.Ta3 Lxf3 44.Kxf3 Tb8 45.a7 Ta8 46.Ke4 Kf6 47.h4 1–0

Dieses Endspiel meisterte Marc mit technischer Leichtigkeit und Perfektion. Ein ganz wichtiger Punkt, der uns in Führung und auf die Siegerstraße brachte. Als Nächster war Jens dabei seine Leistung zu krönen. Er hatte riskant gespielt und auf seinen Freibauern gesetzt, der schwach und stark zugleich war. Als er ihn schließlich verlor, wandelte er die Stellung von einem Vorteil um in einen anderen. Am Ende wurde er mit dem Sieg belohnt und beendete eine Serie von 3 sieglosen Partien.

Robert hatte lange Gewinnaussichten, doch sein Remis brachte den Siegpunkt zum 4,5:2,5. So konnte Boris seine Niederlage leichter verschmerzen.

Damit zogen wir nach Brettpunkten an BvK vorbei. Der Rest wird sich finden. Es lebe der Sport!

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