Der Weg zur Meisterschaft f├╝hrt ...

von Wolfram Schneider, 2.10.2011 - 21:28

... in dieser Oberligasaison nur an Oberursel vorbei! Und natürlich auch an Mannschaften wie Kassel und anderen, die zum erweiterten Kreis der Favoriten gehören. Obwohl sich diesen Sonntag Empor Erfurt und Mörlenbach schon mal friedlich 4:4 getrennt haben. Und Mörlenbach trat nur mit 7 Mann an, ob die wohl gar nicht aufsteigen wollen? Das Duell unser nächsten beiden Gegner (Kassel - Gießen) hat Gießen mit 5,5 für sich entschieden.

Offenbach ist heute nach der 1:7-Schlappe gegen unsere Erste erst mal aus diesem Kreis ausgeschieden, obwohl man weit mehr von ihnen erwartet hatte.

1. Runde am 02.10.2011

Offenbach - SV Oberursel 1
1 : 7
1 Michaelsen - Margolin, Boris   0 : 1
2 Goreacinic - Malek, Daniel   0 : 1
3 Jakel - Dubiel, Jacek   0 : 1
4 Heppner - Schlamp, Robert   ½ : ½
5 Mueller, Th - Haubt, Georg   0 : 1
6 Mueller, H - Haakert, Jürgen   0 : 1
7 Eilsberger - Oparaugo, Thomas   0 : 1
8 Czech - Thieme, Hans   ½ : ½

Als erstes gewann Jürgen, nachdem er zwischendurch einen Bauern abgeholt hatte, der ohne Deckungsfigur ziemlich verwaist war und sein Läuferpaar in offener Stellung tat das Übrige - [Stand 0-1]. Schwieriger hatte es Thomas Oparaugo, der mit Weiß in der Preußischen Partie einen Bauern gefressen hatte (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sa5 6.Lb5+ Ld7!?) Die schwarze Initiative nahm bedrohliche Ausmaße an, doch dann folgte ein taktischer Blitz. Nach dem Doppelangriff konnte Schwarz die Figur nur retten, indem er alle Aktivität und noch einen Bauern einbüßte - also [0:2].

Jetzt fokussierte sich der Kampf auf die Bretter 2 und 3. Nachdem sich Offenbach im IM Michaelsen und Goreacinic (Elo 2317) verstärkt hatte, versprachen die Spitzenbretter heißen Kampf - abgesehen von der Tatsache dass IM Reschke den Offenbachern spürbar fehlte. Unser Neuzugang IM Jacek Dubiel war aber präsent und hatte es mit Jakel zu tun, der sich unkonventiell mit Tg8 und Tb8 hinstellte. Doch plötzlich brachte er ein brandgefährliches Figurenopfer und drohte die weiße Rochadestellung zu erstürmen. Doch Jacek fand das Loch der Opfervariante mit dem Zwischenzug Dh2 und Angriff auf den Tb8. Nach scharfem Schlagabtausch behielt er die Mehrfigur - [0:3]. Daniels Gegner hatte ein starkes weiße Zentrum und Raumvorteil, während sein Ld3 eher durch die Zentrumsbauern festgelegt war. Doch so einfach münzt man das gegen Daniel nicht um. Weiß wählte ein Qualitätsopfer, mit dem er die Königsstellung öffnete. Doch waren viele Figuren schon abgetausche und Daniel konnte sich verteidigen. Am Ende entschied die Qualität - [0:4].

Der Rest ist schnell erzählt. Boris gewann in Zeitnot. Robert und Hans remisierten. Die letzte Partie konnte Georg auch noch gewinnen. 1:7! Ein verheißungsvoller Auftakt. Warum sollte es nicht so schwungvoll weiter gehen?

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