Die letzten werden ...

... die Ersten sein!

Oberliga: Ein gro├čer Kampf gegen Heusenstamm

von Wolfram Schneider, 5.12.2013

4. Runde am 24.11.2013


SV Oberursel 1 - Heusenstamm 1
:
1 Margolin, Boris - Zuyev   1 : 0
2 Dubiel, Jacek - Klundt   ½ : ½
3 Schlamp, Robert - Solonar   ½ : ½
4 Koller, Jens - Voropaev   1 : 0
5 Haakert, Jürgen - von Rahden   ½ : ½
6 Sarközy, Benjamin - Prudlo   0 : 1
7 Oparaugo, Thomas - Benninger   ½ : ½
8 Kuban, Günther - Rapoport   ½ : ½

Mit Spannung blickten viele Oberligisten nach Orschel. Wir waren vor der Saison von den Auguren hoch gehandelt worden, obwohl wir selbst nicht mehr als eine Übergangssaison erwarten. So auch unsere aktuelle Tabellensituation mit 2:4 Punkten. Heusenstamm dagegen gelangte mit einem Durchmarsch in die Oberliga und gewann auch sofort alle 3 Auftaktmatches.

Zunächst begann das Match mit einem Blitzremis von Jürgen. Thomas Oparaugo ließ der vierten Stunde in ausgeglichenener Stellung ein Remis folgen.

Die beste Partie des Tages spielte am Spitzenbrett Boris (mit Schwarz) gegen FM Zuyev, der in jüngster Zeit wiederholt aufhorchen ließ. Ausgangs der Eröffnung griff Zuyev an, als er mit seiner Dame nach d6 eindrang. Boris konterte im Zentrum, indem er seine Bauern auf d5 und e5 stellte (gegen weiße Bd4 und e3). Dabei nutzte er die taktische Drohung Te8-e6 gegen die weiße Dame. Im Fortgang gewann er einen Bauern und später die Partie. Ein wichtiger Punkt!

Auch Roberts Partie lief gut für uns. In einem klassischen Königsinder war IM Solonar (Programm gemäß) schneller mit seinem Angriff am Damenflügel und riß die Führung der Partie an sich. Robi behielt (in schwieriger Stellung) die Übersicht und holte ein wertvolles Remis. Gut gemacht! Jacek hatte sich auf seine möglichen Gegner vorbereitet, erwischte aber den, mit dem er weniger rechnete. In einem scharfen Sweschnikow vertauschte er, wie er mir hinterher anvertraute, die vorbereiteten Züge und war von da an in Schwierigkeiten. Doch auch er hielt die Stellung. Remis!

Nun verließ ich für ein paar Blitzpartien mit einem gern gesehenen Gast den Spielsaal. Die Zeitnotphase war noch nicht angebrochen. Unerwarteter Weise beeinträchtige dies meine Aufgabe als Chronist, weil ungewöhnlich für die Oberliga plötzlich alles ganz schnell ging. Jens gewann sein Königsgambit. Benjamin war schon seit längerem in Schwierigkeiten und konnte seine Partie nicht halten. Der Kampf stand nun 3:3. Bei den ausstehenden Partien konnte man damit rechnen, dass Boris gewinnt und Günther remis hält. Heusenstamm glaubte offenbar nicht mehr an die Wende und schenkte den Kampf ab: Kaum war die Zeitkontrolle absolviert, war das 4,5:3,5 für uns in trockenen Tüchern.

Unsere Erste hat erstmals in dieser Saison Zähne gezeigt und ihre Klasse unter Beweis gestellt.

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